Pressemitteilung

03. August 2011

HWWI-Index für Getreide sinkt, Baumwollpreise geben stark nach

Während sich der HWWI-Rohstoffpreisindex auf US-Dollar-Basis um 1,7 % im Vergleich zum Vormonat erhöhte, stieg er auf Euro-Basis etwas stärker an (2,6 %). Im Index notierten die NE-Metalle um 2,7 % (in Euro: 3,5 %) und Rohöl um 2,2 % (in Euro: 3,1%) höher als noch im Monat Juni. Dagegen sanken im Index Getreide um 6 % (in Euro: -5,1 %) und Spinnstoffe sogar um 18,6 % (in Euro: -17,9 %).

Mit den jüngsten Preisrückgängen ist Baumwolle nun so günstig wie seit zehn Monaten nicht mehr. Im Vergleich zum März 2010 notierten die Baumwollpreise im Monatsdurchschnitt Juli um 46,6 % (in Euro: -47,5 %) niedriger. Erwartungen, dass die Erntemengen ansteigen würden, ließen die Baumwollpreise kräftig sinken. Im Spätsommer 2010 lösten Angebotsausfälle im wichtigen Baumwollanbauland Pakistan noch große Preissteigerungen aus. Dort war ein großer Teil der Ernte durch schlimme überflutungen zerstört worden. Das gestiegene Preisniveau erhöhte bei den Bauern weltweit den Anreiz, ihre Baumwollanbauflächen auszudehnen. Dieses zunehmende Angebot senkt nun die Preise. Zugleich hat sich aber auch die Nachfrage auf die erhöhten Preise angepasst und die Produktion auf mehr künstliche Fasern und Stoffe umgestellt, was den Bedarf an Baumwolle senkt.

Der Index für Getreide, der die Nahrungsmittelrohstoffe Gerste, Mais, Weizen und Reis enthält, ist im Monat Juli zurückgegangen, weil sich die Angebotssituation auf den Getreidemärkten verbessert hat. So sanken die Preise für Mais und für Weizen um 7 % (in Euro: -6,1 %). Bei Weizen wirkten sich das Auslaufen des russischen Weizenexportstopps und größere US-amerikanische Weizenanbauflächen, die ein gestiegenes Angebot erwarten lassen, preissenkend aus. Damit notierte im Juli Weizen um 17,3 % (in Euro: -16,3 %) und Mais um 11,8 % (in Euro: -10,7 %) niedriger als im April 2011.

Der Teilindex „Energie“ ist im Vergleich zum Vormonat um 2,1 % (in Euro: 3 %) gestiegen. Während sich der Rohölindex um 2,2 % (in Euro: 3,1) verteuerte, stieg der Kohlepreis mit 0,3 % (in Euro 1,1 %) nur leicht an. Gegen Ende des Monats drückte besonders die US-amerikanische Verschuldungskrise auf den Ölpreis. So sanken in der letzten Juliwoche die Tagespreise für Brentöl in US-Dollar um 2,6 %.

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