Pressemitteilung

07. August 2012

HWWI-Rohstoffpreisindex steigt: Starke Wachstumsraten beim Getreide

Im Juli ist der HWWI-Rohstoffpreisindex zum ersten Mal seit März 2012 im Monatsdurchschnitt wieder gestiegen. Der Monatswert in US-Dollar lag um 5,8 % über dem Juni-Wert; in Euro waren es sogar 7,8 %. Gegenüber Januar 2012 notiert der Indexwert im Juli 2012 aber noch um 8,8 % in US-Dollar bzw. 4,2 % in Euro niedriger.

Der Rückgang der Rohstoffpreise endete bereits in der letzten Juniwoche. In den ersten Julitagen stieg der HWWI-Index deutlich an, bedingt durch Preissteigerungen bei mehreren Nahrungsmitteln, bei Rohöl und einigen Metallen. Die Getreidepreise setzten ihren starken Anstieg bis zum Ende des Monats weiter fort. So erhöhte sich der Index für Getreide von Anfang bis Ende Juli um gut 18 % (ín Euro:  21,6 %). Während sich Weizen um 14,8 % (in Euro: 17,7 %) im selben Zeitraum erhöhte, verteuerte sich Mais sogar um 23,6 % (in Euro: 26,8 %). Zu den Preissteigerungen beim Mais war eine schlimme Trockenheit im Mittleren Westen der USA verantwortlich. Die USA sind weltweit der größte Maisexporteur. Aber auch der Sojabohnenpreis erhöhte sich stark aufgrund der schlechteren Ernteaussichten in den USA. Im Vergleich zu Beginn des Monats notierte der Sojabohnenpreis am Monatsende um 15,2 % (in Euro: 18 %) und der Preis für Sojaschrot sogar um gut 25 % (in Euro:  28,3 %) höher.

Die Spotpreise für Brentöl bewegten sich seit Mitte Juli überwiegend innerhalb eines Bandes von 102 bis 105 US-Dollar je Barrel. Zuvor waren sie auf unter 90 US-Dollar zurückgegangen, da ein Abschwächen der Weltkonjunktur befürchtet wurde. Verschärfte Sanktionen gegen das Ölförderland Iran und Hoffnungen, China könnte in der zweiten Jahreshälfte verstärkt Infrastrukturprojekte realisieren, trugen dazu bei, dass der Ölpreis in der Folge wieder auf über 100 US-Dollar anstieg und in dem genannten Band verharrte. Im Monatsdurchschnitt lag der Index für das Rohöl letztlich mit 6,5 % (in Euro: 8,6 %) höher als noch im Juni.

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