Pressemitteilung

05. Dezember 2012

HWWI-Rohstoffpreisindex ist weiter gesunken

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im November im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 2,1 % und in Euro berechnet um 1 %. Im Index gaben besonders die Preise für Ölsaaten und Öle mit 5,4 % (in Euro: -8,9 %) im Vergleich zum Vormonat weiter nach. Aber auch der Index für Genussmittel reduzierte sich vergleichsweise stark; er sank um 4,6 % (in Euro: -3,5 %). Dagegen ist der Index für Getreide nur leicht um 0,8 % (in Euro: +0,3 %) gefallen. Bei den Energieträgern verbilligte sich das Rohöl um 2,3 % (in Euro: -1,1 %), während sich Kohle um 3,1 % (in Euro: 4,3 %) verteuerte. Der Index für NE-Metalle gab um 2,8 % (in Euro: -1,7 %) nach.

Im Oktober hatte der Preis für die Ölsorte Brent an einzelnen Handelstagen bei um die 116 US-Dollar pro Barrel gelegen, dagegen drückten besonders in der ersten Novemberhälfte neue Sorgen um die weltweite Konjunktur den Ölpreis. Bei einer schwächeren Wirtschaftslage reduziert sich die Ölnachfrage. In der zweiten Novemberhälfte erhöhten sich die Ölpreise, da durch die Unruhen in Syrien, Gaza und Ägypten die Unsicherheiten für die Ölversorgung größer wurden. Vor allem, wenn sich die Auseinandersetzungen auf den Persischen Golf ausdehnen würden, wo ein beträchtlicher Teil des weltweiten Öls gefördert wird, hätte das erhebliche Auswirkungen auf den Ölpreis, so die Befürchtungen. Auch die Einigung der Finanzminister der Eurozone auf neue Finanzhilfen für Griechenland wirkte beim Öl preissteigernd. Die Preise für Kohle erholten sich von den kräftigen Rückgängen in den Monaten zuvor und sind im Vergleich zum Oktober im Monatsdurschnitt um 3,1 % (in Euro: 4,3 %) angestiegen.

Der Weizenpreis blieb im Monatsdurchschnitt November nahezu unverändert im Vergleich zu dem des Vormonates  (in Euro: +1,1 %). Gerste und Mais gaben mit 1,6 % (in Euro: -0,4 %) beziehungsweise mit 1,3 % (in Euro -0,1 %) leicht nach. Bei den Sojabohnen wirkten positivere Ernteprognosen des amerikanischen Agrarministeriums preissenkend. Infolge dessen verbilligten sich Sojabohnen um 6 % (in Euro: -4,9 %) und Sojaschrot um 5,4 % (in Euro: -4,3 %). Diese Preisnachlässe trugen überdurch-schnittlich an dem Rückgang des Indizes für Nahrungs- und Genussmittel bei, der um 3,7 % (in Euro: 2,5 %) nachgab. Aber auch der Kaffeepreis sank überdurchschnittlich mit einem Minus von 7 % (in Euro: -5,7 %). Der Grund hierfür waren gute Ernten in den Hauptkaffeeanbauregionen, vor allem in Brasilien, dem größten Produzenten der hochwertigen Kaffeesorte Arabica. 

Der Teilindex für NE-Metalle sank im November im Vergleich zum Oktober um 2,8 % (in Euro: -1,7 %) und liegt damit um 25 % (in Euro: -20,2 %) unter dem Stand vom Februar 2011. Die stärksten Preisnachlässe waren im Monatsdurchschnitt bei Nickel mit -5,2 % (in Euro: -4,2 %) und Kupfer mit 4 % (in Euro: -4,9 %) zu beobachten. Da die Metalle für den Infrastrukturaufbau und in der Industrie eingesetzt werden, hatten die Sorgen um die weltweite Konjunktur in der ersten Novemberhälfte einen besonders dämpfenden Einfluss auf die Preisentwicklung. Aufhellende Konjunkturaussichten ab Mitte November führten zu höheren Preisen bei den Metallen. Während Kupfer zur Monatsmitte noch bei unter 7.600 US-Dollar notierte, nährte sich der Kupferpreis Ende November wieder der 8.000 US-Dollar-Marke.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

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