Pressemitteilung

04. April 2013

HWWI-Rohstoffpreisindex gibt nach

Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im März im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 4,6 %, während er in Euro um 1,7 % nachgab. Damit liegt der Index um gut 12 % (in Euro: -10,5 %) unter dem Niveau des vorherigen Jahres. Die Preisrückgänge, die wesentlich durch die verschlechterten Aussichten für die Weltkonjunktur ausgelöst wurden, betrafen nahezu alle Rohstoffe. Am stärksten reduzierte sich mit 6,2 % (in Euro: -3,3 %) der Index für Nicht-Eisen-Metalle, gefolgt vom Index für Rohöl, der um 5 % (in Euro: -2,1 %) zurückging. Der Getreideindex sank wesentlich weniger um 0,8 % in US-Dollar bewertet und stieg in Euro sogar um 2,3 % an.

Rohöl verbilligte sich deutlich aufgrund verschlechterter globaler Konjunkturerwartungen und der damit verbundenen Prognosen eines abgeschwächten weltweiten Ölverbrauchs. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) reduzierte ihre Verbrauchsprognosen für das Jahr 2013 auch im März leicht nach unten. Der Preis für die Ölsorte Brent lag Mitte Februar bei über 118 US-Dollar pro Barrel und fiel Ende März teilweise bis auf einen Stand von 106 US-Dollar pro Barrel. Auch die gute Ölversorgung hat zu sinkenden Preisen beigetragen. Sie liegt zurzeit bei ungefähr 91 Mio. Barrel pro Tag. Der Irak konnte seine Ölproduktion weiter ausdehnen, aber auch die USA förderten mehr Öl, besonders aus unkonventionellen Ölvorkommen wie Ölschiefer. Diese steigende Produktion spiegelt sich auch in den vom US-amerikanischen Energieministerium veröffentlichten Zahlen zu den Rohöllagerbeständen wider, die weiter angestiegen und so hoch sind wie seit mehr als 22 Jahren nicht mehr.

Auf den Metallmärkten waren im März Zink mit 9,1 % (in Euro: -6,3 %) und Blei mit 8,1 % (in Euro: -5,3 %) besonders von den Preisrückgängen betroffen. Der konjunkturreagible Kupferpreis sank um 5,1 % (in Euro: -2,2 %) und notiert damit im Monatsdurchschnitt so niedrig wie seit August 2012 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März hat sich Kupfer um gut 9 % verbilligt. Der Preis für Kautschuk, der überwiegend für die Produktion von Autoreifen verwendet wird, sank um fast 8 % (in Euro: -5,1 %). Gegen den Trend entwickelte sich dagegen der Baumwollpreis, der sich um 7,7 % (in Euro: +11 %) erhöhte, da befürchtet wurde, das globale Angebot könnte sich verringern.

Die Getreidepreise gaben im letzten Monat vergleichsweise nur leicht nach. Während der Weizenpreis mit 3,7 % (in Euro: -0,7 %) im Index für Getreide überdurchschnittlich zurückging, verteuerte sich Mais um 1,2 % (in Euro: +4,3 %). Bei Mais und Weizen setzten Ende März starke Preissenkungen ein. Am letzten Handelstag ging der Weizenpreis um 6,1 % (in Euro: -6,7 %) und der Maispreis um 5,4 % (in Euro: -5,7 %) zurück. Ein wesentlicher Grund dafür waren Zahlen des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums zu den Maislagerbeständen, die höher ausfielen als zuvor erwartet. Die ho-hen Preise hatten in der zweiten Jahreshälfte 2012 die Nachfrage nach Mais für das Verfüttern an Tiere gesenkt.

 

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

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