Pressemitteilung

05. Januar 2011

Kräftiger Anstieg der Rohstoffpreise im Jahr 2010

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist auch im Dezember weiter angestiegen. Auf Euro-Basis erhöhte er sich im Vergleich zum Vormonat um 9,4 %, während der Anstieg auf US-Dollar-Basis dagegen bei 5,9 % lag. Damit stieg der Index seit Januar 2010 bewertet in US-Dollar um 21 % (+30,7 % in Euro).

Vor allem die Preise der nicht-energiebezogenen Rohstoffe, wie beispielsweise NE-Metalle, Agrarrohstoffe sowie Nahrungs- und Genussmittel, haben sich deutlich verteuert. Im Vergleich zum Januar 2010 erhöhte sich der Index ohne Energie bis Dezember um 30,9 % (in Euro um 41,3 %).

Die starken Preisanstiege 2010 bei den Rohstoffen sind auf die starke Erholung der weltweiten Konjunktur zurückzuführen. Insbesondere China benötigt für seine schnell wachsende Wirtschaft Rohstoffe. Zudem haben Angebotsverknappungen bei bestimmten Rohstoffen zu der Verteuerung bei den Rohstoffen geführt. Darüber hinaus hat Spekulation auf den Rohstoffmärkten die Preisbewegungen noch weiter verstärkt. Über eine lockere Geldpolitik versorgten die Notenbanken, insbesondere die amerikanische FED, die Finanzmärkte mit viel Liquidität, was einige Anleger dazu veranlasste, aus Sorge vor Inflation in Rohstoffe zu investieren.

Im Jahre 2010 sind im HWWI-Rohstoffpreisindex am stärksten die Preise für Baumwolle mit 95,8 % in US-Dollar (111,4 % in Euro), für Kautschuk mit 52,5 % (64,6 % in Euro), für Weizen mit 58,8 % (71,5 % in Euro) und für Kokosöl mit 119,5 % (136,9 % in Euro) angestiegen.

Der Rohölpreis hat sich im Vergleich dazu im Jahr 2010 moderat erhöht. Der Dezemberpreis der Ölsorte WTI lag 13,7 % (in Euro: 22,8 %) über dem vom Januar. Im Dezember durchbrach der Ölpreis die 90 Dollar pro Barrel, was auf bessere US-amerikanische Konjunkturaussichten und einen erhöhten Bedarf an Heizöl aufgrund des kalten Wetters zurückzuführen war.