Pressemitteilung

02. September 2010

Preise für Getreide und Metalle steigen im HWWI-Rohstoffpreisindex, Kohlepreise fallen

Während sich der HWWI-Rohstoffpreisindex auf US-Dollar Basis im Vergleich zum Vormonat um 1,8 % erhöhte, stieg er auf Euro Basis weniger an (+0,8 %). In Euro bewertet, nahm im Index besonders der Teilindex „Getreide“ zu (+10,4 %). Dieser umfasst die Rohstoffe Gerste, Mais, Weizen und Reis umfasst. Auf dem Weizenmarkt stiegen die Preise um 20,3 % an. Dies ist auf die aufgrund des heißen Wetters schlechte Ernte in Russland zurückzuführen, die ein russisches Ausfuhrverbot von Weizen nach sich zog. Auch die Preise für Mais (+7,1 %) und für Gerste (+6,5 %) erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat. Im Monat August 2010 lag der Teilindex „Getreide“ jedoch noch um 22 % unter dem Höchststand vom Juni 2008. Der Weizenpreis alleine notierte noch um 27,2 % unter dem Niveau vom Februar 2008.

Hinter Getreide stiegen im Index die NE-Metalle mit 7,2 Prozent am stärksten an. Im Vergleich zum Vormonat haben sich besonders Zinn (+13,2 %) und Blei (+11,8 %) verteuert. Bei Zinn stagniert das Angebot. Gleichzeitig ist jedoch die Nachfrage gestiegen – besonders durch die wieder kräftig wachsende Elektronikindustrie in Asien. Der Teilindex „Energie“ ist auf Euro-Basis im Vergleich zum Vormonat unverändert geblieben und erhöhte sich auf US-Dollar Basis um 1 %. Rohöl stieg zwar zu Monatsbeginn auf über 80 US-Dollar pro Barrel, jedoch drückten ihn Konjunktursorgen und steigende Öllagerbestände in den USA wieder herunter, sodass der WTI-Ölpreis im Monatsdurchschnitt bei 76,6 US-Dollar lag.

Der Index für Kohle fiel auf Euro-Basis um 6,6 %. Erwartungen, China würde in Zukunft weniger Kohle verbrauchen, da es plane, verstärkt auf Wasserkraft zu setzen und die Energienachfrage durch Schließung bestimmter Industrien zu senken, führten zu fallenden Kohlepreisen.

Im August notierten die Tageswerte des HWWI-Rohstoffpreisindex in US-Dollar um gut 5 % niedriger, während sie in Euro um 2,3 % nachgaben. Der WTI-Rohölpreis fiel im Monatsverlauf in US-Dollar um 11,6 %. Dagegen sank der Index ohne Energie in US-Dollar nur leicht um 0,4 % und stieg um 2,6 % in Euro an. Damit ist er im Vergleich zum ersten Handelstag des Jahres (4. Januar) auf Dollarbasis um 15,7 % gestiegen und in Euro um 31,3 %.