07. März 2017

HWWI-Rohstoffpreisindex weiter im Plus

Schwacher Aufwärtstrend setzt sich im Februar fort

-  HWWI-Gesamtindex stieg im Februar um 0,5 % (US Dollarbasis)
- Der Preis für Rohöl erhöhte sich um 1,6 % (US Dollarbasis)
- Anstieg der Industrierohstoffpreise um 5,3 % (US Dollarbasis)

(Hamburg, 07. März 2017) Im Februar stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex um 0,5 % (in Euro: +0,2 %) und damit den dritten Monat in Folge. Um 3,1 % (in Euro: +2,9 %) erhöhte sich der Index ohne Energie aufgrund von Preiserhöhungen bei den Industrierohstoffen. Der Index für Industrierohstoffe stieg um 5,3 % (in Euro: +5,0 %). Dagegen verbilligten sich die Preise für Nahrungs- und Genussmittel leicht, dieser Teilindex fiel um 0,3 % (in Euro: ±0,0 %).

Index für Energierohstoffe: +0,1 % (in Euro: -0,2 %)
Der Rohölpreis stieg im Februar erneut im Durchschnitt um 1,6 % (in Euro: +1,4%) bei sehr geringer Volatilität. Die OPEC konnte wesentliche Teile der im Dezember vereinbarten Produktionskürzungen bei der Rohölförderung durchsetzen. Allen voran verringerte Saudi-Arabien seine eigene Fördermenge drastisch. Weiterhin wurde der Iran von den USA mit Sanktionen belegt. Diesen preistreibenden Faktoren standen Berichte über gestiegene Ölreserven, hohe Rohöllagerbestände, sowie ein Ausbau der Rohölförderung in den USA entgegen, welche die Preise eher belasteten.

Der Preis für die Referenzsorte Brent stieg um 1,0 % (in Euro: +0,7%) auf durchschnittlich 56,04 US-Dollar pro Barrel. West Texas Intermediate (WTI), der Referenzpreis für US-Öl, erhöhte sich um 1,6 % (in Euro: +1,2%) auf 53,46 US-Dollar pro Fass. Öl aus dem Nahen Osten verteuerte sich um insgesamt 2,4 % (in Euro: +2,1%) auf 55,07 US-Dollar pro Barrel.

Weiterhin fiel erneut der Preis für Kohle um 3,6 % (in Euro: -3,8 %) und Erdgas verbilligte sich ebenfalls um 6,0 % (in Euro: -6.3 %). Deswegen fiel der durchschnittliche Preisanstieg für Energierohstoffe insgesamt mit 0,1 % sehr moderat aus.

Index für Industrierohstoffe: +5,3 % (in Euro: +5,0 %)
Deutlich sind die Preise für Industrierohstoffe gestiegen. Die weiterhin an-haltende Nachfrage aus China, die Aussicht auf verstärkte Investitionen in die US-amerikanische Infrastruktur und die gute konjunkturelle Weltwirtschaftslage ließen die Preise von NE-Metallen auch im Februar durchschnittlich um 3,4 % (in Euro: +3,2 %) steigen. Dabei stieg der Preis von Aluminium um 3,9 % (in Euro +3,7 %), der Preis von Blei erhöhte sich um 3,4% (in Euro: +4,1 %). Der Kupferpreis wuchs um 3,8 % (in Euro: +3,5 %), Nickel verteuerte sich um 6,3 % (in Euro +6,1 %) und der Zinkpreis stieg um 5,3 % (in Euro: +5,0 %). Lediglich für Zinn war ein gesunkener Preis von 6,1 % (in Euro: -6,4 %) zu notieren. China ist der weltweit größte Zinnförderer. Deshalb könnte eine Ursache für diesen Rückgang die Streichung der Exportzölle für Zinn aus China, verursacht durch eine Beschwerde der USA bei der WTO, sein. Der Preis für Eisenerz erhöhte sich um 9,4 % (in Euro: +9,1 %) aufgrund wie erwartet steigender Nachfrage nach Stahl, wobei die Märkte gegen Ende des Monats jedoch wegen hoher Lagerbestände uneinheitlich reagierten. Ebenso verteuerten sich die agrarischen Rohstoffe im Durchschnitt um 5,0 % (in Euro: +4,8%).

Index für Nahrungs- und Genussmittel: -0,3 % (in Euro: -0,6 %)
Die durchschnittlichen Preise für Genussmittel sanken im Februar um 1,5 % (in Euro: -1,8 %). Die Kaffee- und Zuckerpreise fielen leicht. Kräftig gab der Kakaopreis nach und fiel erneut um 7,0 % (in Euro: -7,3 %). Die Ernteaussichten für Kakao werden weiterhin als hervorragend eingeschätzt, da der erwartete afrikanische Wüstenwind Harmattan, der ursprünglich die Hälfte der weltweiten Kakaoernte bedrohte, dieses Jahr ausbleibt. Damit steigt das Kakaoangebot unerwartet deutlich und der Kakaopreis fällt. Die durchschnittlichen Preise für Ölsaaten- und Öle haben sich im Februar nicht verändert. Der Preis für Getreide stieg im Durchschnitt um 1,8 % (in Euro: +1,5%), wobei die Preise für Weizen und Mais stiegen während Gerste und Reis sich verbilligten. Der Preisanstieg von Weizen um 3,4 % (in Euro: +3,1%) liegt in globalen Anbauflächenbeschränkungen sowie witterungsbedingten Ernteausfällen bei gleichzeitig weltweit steigender Nachfrage begründet. Bei Mais sind Befürchtungen einer verspäteten Aussaat vor allem in Lateinamerika und damit geringere Ernteerträge die Ursache, weshalb sich der Preis für Mais im Februar um 2,2 % (in Euro: +1,9 %) erhöhte. Gute Ernteaussichten in Asien und Südamerika sorgten für einen Rückgang der Preise für Gerste um 2,5 % (in Euro: -2,8 %). Reis verbilligte sich um 1,2 (in Euro: -1,4 %).

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